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CD Reviews
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"Scharf wie Jazz: Von den vielen neuen Liszt-CDs, die im Jubeljahr erscheinen, sind manche so lahm wie Kuschelrock. Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder aber geht mit einer Kraft an den ersten Teil der 'Pilgerjahre', die Liszts Schweizer Reise von 1835 gerecht wird. Aufbrausend im Stück 'Chapelle de Guillaume Tell', sanft impressionistisch im 'Le mal du pays', archaisch im 'Vallée d'Obermann'. Der 38-jährige Aargauer setzt Liszts naturgewaltige Seelenreise mit viel Sinn und Charakter um." (CH, Sonntagszeitung 27.11.2011, Tipps Kultur)
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| Tribune de Genève
"Dix albums pour en finir avec l'année Liszt
...On retrouve la Première année de pèlerinage consacrée à la Suisse (RCA/Sony) sous les doigts infiniment poétiques d'Oliver Schnyder. Le pianiste zurichois a eu l'excellente idée de compléter son album avec Malediction, étonnante pièce de jeunesse de Liszt pour piano et cordes..."
(Luca Sabbatini, 13.11.2011).
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| Radio Swiss Classic
"Camille Saint-Saëns: Piano Concertos 2 & 5, Wedding Cake
Nicht eben gross ist die Diskothek der Klavierkonzerte von Camille Saint-Saëns. Es sind vor allem die französischen oder wenigstens in Frankreich beheimateten Pianisten, die sich den Konzerten ihres Landsmannes annehmen. Umso erstaunlicher und erfreulicher aus Schweizer Sicht ist, dass ausgerechnet ein junger Schweizer Pianist, zusammen mit einem Schweizer Orchester und dessen englischen, aber in der Schweiz heimischen Dirigenten eine der faszinierendsten Interpretationen von zwei der fünf Klavierkonzerte aufgenommen hat.
Die vor fünf Jahren herausgekommene CD hat bis heute Referenzcharakter und zeigt das besondere Gespür für französische Musik seitens des Pianisten Oliver Schnyder. Dass hier das Aargauer Symphonie Orchester so mustergültig mithalten konnte, ist ein Verdienst seines Chefdirigenten Douglas Bostock, der mit dem Orchester viel Aufbauarbeit leistete.
Mit einem "Jeu perlé" par exellence, pariserischer Eleganz und einem Reichtum an Farbnuancen bringt der junge Schweizer Pianist die Musik Saint-Saëns zum Leuchten. Das Aargauer Symphonie Orchester an seiner Seite belässt es nicht bei einer begleitenden Unterstützung, es bringt eine zusätzliche Farbkomponente hinein und spielt, als hätte es den französischen Esprit eingeatmet.
Mit dem zweiten und fünften Konzert hat man zwei charakterlich sehr unterschiedliche Werke gewählt, die auch zeitlich weit voneinander entfernt liegen. Die besonderen Charakterzüge: das Tänzerische des zweiten und die orientalische Stimmung des letzten Konzerts verstanden Schnyder und das Orchester mit Raffinesse und sinnlicher Spielfreude markant aufzuzeigen.
Eine reizende Zugabe zu den Konzerten ist der spritzig und mit viel Schalk gespielte Caprice-Walzer 'Wedding Cake'".
Empfohlen von Irène Maier, September 2011.
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| Aargauer Zeitung, 23.4.2011
"Melancholischer Nachdruck
Ist von «Opus 100»die Rede, machenKlassikliebhaber einverklärtes Gesichtund beginnen zuschwärmen - vonSchuberts Klaviertrio Es-Dur op. 100.Ein Werk, mit dem jeder zumindestein persönliches Erlebnis verbindet. DasKlaviertrio «opus 100» kann von diesemErlebnis in Zukunft ein Lied singen,bildet das Schubert-Trio doch gleich dasHauptwerk ihrer ersten CD. DerSchweizer Pianist Oliver Schnyder gibtmit seinem leichtfüssigen Ton, dem einmelancholischer Nachdruck eigen ist,die klangliche Vorgabe. Wie gut der CellistClaudius Hermann darauf reagierenkann, zeigt er etwa im Andante con moto:Man erkennt nicht nur ein Einhergehen,sondern auch ein Setzen vonklanglichen Kontrapunkten. Die GeigerinMarina Yakovleva glänzt obenausmit bestimmtem Strich und Ton. Als unbeschwerteZugabe spielt SchnyderSchuberts Sonate A-Dur op. 120." Christian Berzins.
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Schubert's E Flat Trio was conceived on a grand scale, both in its length (when all repeats are observed) and its expressive depth. In spirit and substance it would seem the kind of work Mahler would have loved. The big first movement (Allegro), with its stately opening and sense of grandeur, is ultimately restless and troubled in its energetic flow, though one could hear the music as perky and uplifting, if a little conflicted. The second movement (Andante con motto) features one of Schubert's most haunting melodies: somber in its sadness, it conveys a sense of loneliness, of loss. The alternate theme is consolatory, but does not relieve the gloom. The ensuing panel (Scherzo - Allegro moderato) is a country dance that clearly shifts away from the darkness. The finale (Allegro moderato), at nearly nineteen minutes, is another long-breathed creation, but here the brighter mood from the Scherzo remains, at least until the second movement main theme returns. Though its reappearances provoke tension, even a sense of chaos for a time, they ultimately fail to dispel the high spirits. The performance of the Opus 100 players (Oliver Schnyder, piano; Marina Yakovleva, violin; and Claudius Herrmann, cello) is excellent: they are alert to every change in mood, to seemingly dozens of gradations in dynamics and to every technical demand. Their tempos are judiciously chosen and the music seems to flow with a naturalness of expression, especially in the outer movements. The sensitive rendering of the various guises of the second movement theme was simply mesmerizing. And they make the performance work well, not an easy challenge when you observe the repeats in the work, as they do. The Wiener Trio (with Rudolf Buchbinder on piano), in a performance from 1972, also offered a fine and much leaner (repeat-less) rendition on Telefunken. Pianist Oliver Schnyder's performance of the A Major Sonata was also convincing. I can remember Sviatoslav Richter's EMI recording of the work: he took every first movement repeat, as I remember, and made the music sound so long-winded and repetitive in his attempt at faithfulness to the score. Alicia de Larrocha was more vital in this generally light work. In this case, choosing to pare down the music, as Schnyder does here, is wise. Schnyder's finale is particularly spirited and the first movement has that charm and lightness one would expect in a superior performance. The sound reproduction in both works is vivid. Recommended. Robert Cummings, Classical Net, January 2011
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"Trio Opus 100 is a multinational group of young chamber musicians, and one hopes they'll go on to record other works besides the sprawling Schubert Piano Trio in E flat major, Op. 100, from which they take their name. The recording was made in 2009 (not 2011 as is indicated on the back cover of the CD, which would have been a neat trick inasmuch as the album was released in 2010), and it's paired with an earlier recording of the Piano Sonata in A major, D. 664, by pianist Oliver Schnyder. That works well, for it's Schnyder's musical personality that's prominent in the trio, as well, and he's a gifted Schubert interpreter. In the slow movements of both works he has the fine cantabile and the melancholy, yet soaring quality that marks the great Schubertians. Yet the collective decisions are likewise interesting and unusual. The trio is taken with all repeats, clocking in at nearly 50 minutes. The first movement is taken at a brisk (maybe too brisk, sample it) clip, weighting the entire sonata toward the vast finale. It would have been easy for the players to flag here, but they keep the momentum going throughout, aided by original touches like the punchy rhythms in the trio of the scherzo. Schnyder's quiet A major sonata almost has the feel of an encore after these exertions. The pieces were recorded in different locations; the church where the trio was played is a bit too live, but there isn't a lurch from one piece to the other. One looks forward to other "opus numbers" from this new group. Notes are in German and English." James Manheim, Allmusic.com, December 2010
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| Supersonic
"Riesenüberraschung
Diese CD ist eine Riesenüberraschung. Hätte man von drei Musikern, die sich unter dem Namen 'Trio Opus 100' vereint haben, erwarten können, dass sie eine so meisterhafte Darbietung
gerade dieses Schubert-Werkes schaffen würden? Nun, wenn man sich schon einen solchen Namen gibt, so verpflichtet dieseer natürlich, und man vergreift sich auch nicht ungestraft
an Franz Schubert.
Das ist diesmal wirklich nicht der Fall: Hier sind Interpreten, die ihren Schubert ernst nehmen, die auch ihr Spiel ernst nehmen und die mit Ernst und enormem Können an das wohl
grösste Trio der Musikgeschichte herangehen. So geben sie ihm erfrischend neue Züge. Zwar spielen sie das einleitende Allegro sehr forsch, vielleicht etwas zu forsch, dadurch aber
können sie dem folgenden, grossartigen Andante con moto ein so intensives Voranschreiten, Schritt für Schritt, abgewinnen, dass diese Interpretation in sich allein die ganze Dramatik des Schubertschen Wanderers verkörpert. Eine weitere freudige Ueberraschung ist, dass endlich wieder die üblichen Striche nicht gemacht, sondern alle Wiederholungen ausgespielt werden, was der kostbaren Interpretation ein noch schöneres Gleichgewicht gibt. Es darf daher behauptet werden, dass das 'Trio Opus 100' seine Feuerprobe glänzend bestanden hat.
Damit die CD aber nicht bei 49'54 aufhört, hat man ihr eine bereits 2001 entstandene Interpretation der Klaviersonate in A-Dur D.664 mit Oliver Schnyder, dem Pianisten des Trios, beigefügt. Auch sie stellt, trotz des grossen Angebots, eine Repertoirebereicherung dar. Hier ist keiner, der seinen Schubert verzärtelt, sondern einer der mit kühnem Zugriff und grosser Sensibilität die ganze Spannweite dieser herausragenden Musik in ihrem ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Angst deutlich macht." GW, März 2011 / Supersonic Pizzicato Award.
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| Musik & Theater, Dezember 2010
"Keine Beliebigkeiten
In der Tat ein veritabler Beitrag zum Schumannjahr, den der Pianist Oliver Schnyder da liefert: Auf seiner
neuesten CD sind sowohl die Abegg- als auch die Geistervariationen, die Arabeske, die "Gesänge der Frühe"
sowie die "Davidsbündlertänze" versammelt. Und gerade letztere hat man lange nicht mehr mit so viel Elan gehört.
Doch wo es der Satz gebietet, wird Schnyder ebenso rasch zum sanften Lyriker. "Florestan" und "Eusebius", die
beiden von Schumann selbst so genannten und in seine "Davidsbündlertänze" eingeschriebenen gegensätzlichen
Temperamente, gelangen bei Schnyder zu besonderer Ausprägung: Florestan als burschikos-heiterer und Eusebius
als verträumt-melancholischer Typus werden dabei in scharfen Konturen skizziert. Es sind indes insbesondere die
lyrischen Passagen, also quasi Eusebius' Element in Schumanns Klaviermusik, die unter Schnyders Zugriff vollends
aufhorchen lassen, denn dort vermag der Pianist die Klänge buchstäblich in die Stille hinauszutragen - und damit
macht er den hochsensiblen , ja fragilen Charakter der Schumannschen Musik erst recht wahrnehmbar.
Mit Oliver Schnyder ist da ein grosser Gestalter am Werk, der über präzise Klangvorstellungen verfügt und diesen
plastische Gestalt zu verleihen vermag. Für Beliebigkeiten ist in dieser Interpretation offensichtlich kein Platz."
Fritz Trümpi
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| Allmusic
"Review
Trio Opus 100 is a multinational group of young chamber musicians, and one hopes they'll go on to record other works besides the sprawling Schubert Piano Trio in E flat major, Op. 100, from which they take their name. The recording was made in 2009 (not 2011 as is indicated on the back cover of the CD, which would have been a neat trick inasmuch as the album was released in 2010), and it's paired with an earlier recording of the Piano Sonata in A major, D. 664, by pianist Oliver Schnyder. That works well, for it's Schnyder's musical personality that's prominent in the trio, as well, and he's a gifted Schubert interpreter. In the slow movements of both works he has the fine cantabile and the melancholy, yet soaring quality that marks the great Schubertians. Yet the collective decisions are likewise interesting and unusual. The trio is taken with all repeats, clocking in at nearly 50 minutes. The first movement is taken at a brisk (maybe too brisk, sample it) clip, weighting the entire sonata toward the vast finale. It would have been easy for the players to flag here, but they keep the momentum going throughout, aided by original touches like the punchy rhythms in the trio of the scherzo. Schnyder's quiet A major sonata almost has the feel of an encore after these exertions. The pieces were recorded in different locations; the church where the trio was played is a bit too live, but there isn't a lurch from one piece to the other. One looks forward to other "opus numbers" from this new group. Notes are in German and English." by James Manheim, 2011
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| Allmusic
"Review
Often and understandably overshadowed by the immense success and popularity of the Violin Concerto in E minor, Mendelssohn's other works for violin are nonetheless quality additions to the repertoire that should not be as infrequently performed. In particular, the notoriety of the Sonata in F major (1838) and the Concerto for Violin, Piano, and Strings in D minor was not helped by the fact that both works lay dormant for well over a century before finally being "rediscovered." This Avie album celebrates these two underappreciated compositions with violinist Rudens Turku, pianist Oliver Schnyder, and the Cappella Istropolitana. Taking center stage on both works, Turku's playing is ideally suited for Mendelssohn; he plays with a wonderfully clear, penetrating, uncomplicated sound quality; a nimble, precise technique; and a sense of youthful vitality and drive. His collaboration with Schnyder is a musically organic one, with one artist playing nicely off the other without balance issues or disagreements on tempo or articulation. The Cappella Istropolitana likewise plays with light, focused precision while staying out of the way of the two soloists. Their combined sound is elegant and fluid. Listeners seeking to expand their repertoire of Mendelssohn compositions or violin works in general are not likely to be disappointed by this fine contribution." by Mike D. Brownell, 2010
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| Frankenpost, 25.11.2010
"Ein Künstlerleben - Einheit mit Veränderungen
22 Jahre - so viel wie ein ganzes Leben. 1832 widmete Robert Schumann sein Opus eins, die "Abegg-Variationen",
seinem Lieblingsinstrument, dem Klavier; ihm auch dachte er 1854 sein letztes vollendetes Werk zu, bevor sein
Verstand sich umnachtete: die "Geistervariationen". Somit steht am Anfang und am Ende seines OEuvres ein Thema
mit Veränderungen: das eine von Jugend-Energie wie von einem Motor bewegt; das andere, späte, ein Abschied,
melancholisch, versonnen - ein plötzlicher zudem: Wenn der Pianist Oliver Schnyder die letzte Veränderung wie
beiläufig beendet, meint man, es könne noch ewig so weitergehen.
Eine Art klingender Biografie entwirft der Schweizer Künstler auf seiner CD mit schumannscher Klaviermusik.
Auch die "Arabeske" (opus 18) steht auf seinem Programm. Ihr stellt er die viel späteren "Gesänge der Frühe" (opus 133)
gegenüber. Ausführlich ins Zentrum rückt er die "Davidsbündlertänze" (opus 6) als tönenden Diskurs über Musik:
Die einzelnen Stücke legte Schumann seinen Alter Egos, dem "einfachen" Eusebius oder dem "feurigen" Florestan
oder beiden zugleich, in die imaginären Münder. Die Überschriften über den Teilen charakterisieren zugleich
die Musikalität des 37-jährigen Interpreten: Das "Lebhafte" und "Ungeduldige" liegt Schnyder so überzeugend
wie das "Zarte" und "Singende", sein stufenlos differenzierter Ton kommt manchmal "wie aus der Ferne", gebärdet
sich dann wieder, greifbar nah, "wild und lustig"; und mehrfach bringt der Interpret seine Argumente "mit Humor" vor.
Bewundernswert wechselt er in den Helligkeits- und Härtegraden des Flügels ab - wobei auch in den weicheren, dunkleren
Regionen sein Spiel nicht an Transparenz, der Ausdruck nichts von seiner Klarheit verliert. In den "Geistervariationen"
breitet Oliver Schnyder eine Abendstimmung aus, aber ohne Wolken: Weil sein Ton selbst dort noch schimmert,
findet sich der Hörer auch in Schumanns Dunkel zurecht." Michael Thumser
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| Supersonic
Atemberaubender Grieg
Der Albanier Rudens Turku und der Schweizer Oliver Schnyder stellenauf dieser CD Werke zusammen, in denen die Komponisten Beziehungenzur Musik ihrer jeweiligen Heimatländer herstellen. Ob das alsProgramm Sinn macht, sei einmal als Frage ohne Antwort dahingestellt.Fakt ist, dass die CD musikalisch brisant ist, und zwar erstaunlicherweisevor allem wegen der 3. Grieg-Sonate, in der Turku undSchnyder eigentlich nur im tänzerischen letzten Satz Platz für Heimatgefühlelassen. Der erste Satz bekommt durch das aufgewühlt leidenschaftlicheSpiel der beiden Interpreten einen regelrechten Emergency-Charakter, in dem die beiden traumatische Erlebnisse schildern,wie man sie wohl in diesem Stück so leidenschaftlich noch nie gehörthat. Was vor allem Turku in einer phänomenale Bandbreite zwischenvollen und hohlen Klängen, zwischen dunklen und grellen Farbenzum Ausdruck bringt, ist atemberaubend. Im Dialog mit dem Pianistenentstehen immer wieder neue Spannungen, auch im zweiten Satz,wenn unter süßen Geigenklängen das Klavier düster zu brodeln beginnt und die Geige zu neuer Leidenschaftbringt. Der letzte Satz, den man so oft leicht und verspieltgehört hat, bleibt sogar im Tanz von dunklen Gefühlen belastet. Die süßeRachmaninov-Vocalise, von Turku und Schnyder hinreißend gespielt,bringt Entspannung, und Dvoráks lichtdurchflutete Sonatine ist imVergleich zu Grieg ein problemfreier musikalischer Spaziergang. In Piazzollasrauchverhangener Milonga en Re und Sarasates Romanze bleibenTurku und Schneider der Musik in permanent wachem Dialog nichtsschuldig! Eine wichtige CD, wie gesagt vor allem wegen der infektiösen3. Grieg-Sonate.
Aussergewöhnliche Spitzenleistung. Ein Must! - Rémy Franck
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| Supersonic
Viel Energie
Rudens Turku und Oliver Schnyder spielen die Sonate des 21-jährigenMendelssohn sowie das Doppelkonzert d-moll, das der jugendlicheDraufgänger mit 14 schrieb, furios und jugendlich ungestüm,so den Zuhörer geradezu in die Musik zwingend. Dennoch ist dieskein Parforceritt, denn alles bleibt sehr musikalisch. Das warmherziggespielte Adagio der Sonate erfüllt Turku mit goldenem Violinklang,ehe die beiden Solisten die Sonate in einem hoch virtuosenEndspurt zu Ende bringen. In Abwesenheit von wirklich charakteristischenMelodien polieren die beiden zusammen mit dem Orchesterdas Doppelkonzert auf Hochglanz. Diese CD hat viel Energieund eine hervorragende Leitfähigkeit.
Sehr gut - Rémy Franck, Pizzicato Magazine Luxembourg
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| Classica - Nouveauté
Prise de son très fidèle, bonne
présence et excellent équilibre
graves-aigus.
Le pianiste zurichois Oliver
Schnyder qui n'encombre guère
nos estrades de concerts - on
ne sait pas pourquoi vu la qualité de son jeu - rend un très
bel hommage à Schumann avec
ce disque au programme en
forme de voyage de l'Opus 1 à
l'Opus 133. Schnyder a parfaitement
compris tout ce qu'il y
a de commun au fil des ans dans
les préoccupations de Schumann
et tout ce qui évolue en
s'assombrissant. Des Variations
ABEGG aux Chants de l'Aube,
c'est la même musique, la même
pensée mais dans des états
d'âme différents, de plus en plus
tourmentés en profondeur.
D'une certaine insouciance on
passe à l'introspection douloureuse
et au bilan déprimant des
divers combats menés. Un même
univers qui s'est perverti, compliqué de
déceptions et de luttes,
mais qui s'exprime dans des couleurs
assez semblables, des
rythmes vite reconnaissables.
Oliver Schnyder rend parfaitement
sensible cette évolution,
tout en respectant l'autonomie
de chaque partition. Il y a un
grand sens du style mais un véritable
apport sensible personnel,
encore plus évident dans
les pages les plus connues
comme les Variations ABEGG
ou l'Arabesque. La diversité des
pièces constituant les Davidsbündlertänze est aussi traduite
avec finesse, un toucher bien diversifié
entre rêverie et colère,
un son toujours de très belle
qualité, des tempos bien jaugés
sans aucune recherche d'effets
spectaculaires, comme il convient
à l'univers du compositeur
qui reste dans son ensemble
très intérieur par rapport à
celui de ses contemporains.
Ce disque est donc très bon mais
quels autres choix éventuels?
Par exemple Clara Haskil pour
les Variations Abegg, Yves Nat
pour l'Arabesque, Kempff pour
les Davidsbündlertänze, Eric Le
Sage pour les Gesänge der Frühe
et pourquoi pas Andras Schiff
pour les Geistervariationen?
Gérard Mannoni, Classica.
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| FonoForum 09/10
"A Poet
The piano music of Robert Schumann is a good touchstone for the musicality of a pianist, above all one who has already acquired the reputation of a poet on his instrument. With this recording, Oliver Schnyder sets before us such a rich spectrum of pianistic expression, free of any generalities, that one is in a state of near-continual astonishment. Already remarkable is the highly round, cultivated tone that Schnyder conjures up and with which he is able to mould every piece individually. He accords the Abegg Variations just the right degree of effusive jubilation, without sliding into the purely virtuosic. One rarely hears the many masquerades of the Davidsbündlertänze played with as many fine nuances as here. Every poetic title of the cycle is transformed exactly into music by Schnyder. And here one notices that in his sensitive shaping of the melody, as for example in the second piece marked 'inwardly', he always pays attention to the piece's contrapuntal dimension and thereby achieves an immense sense of musical concentration. This consciousness of the music's complexity is also particularly noticeable in Schumann's last compositions. Schnyder plays the austere 'Gesänge der Frühe' and the 'Geistervariationen', Schumann's last completed work, with sonorous warmth and an almost holy seriousness. This CD, whose successful selection of works spans a broad arch from easygoing youth to the melancholic, brooding late oeuvre, undoubtedly belongs among the most beautiful contributions to the Schumann year of 2010.
Frank Siebert
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| Schon seine Mozart-Aufnahmen ließen aufhorchen. Nun spielt Oliver Schnyder zum Jubiläum Schumann: Abegg- und Geistervariationen, Davidsbündlertänze und weitere Werke des Romantikers, hinter deren perlenden Läufen Melancholie und Ironie lauern. Bewundernswert transparent im Anschlag, lässt er die Amplitude der Stimmungen immer wieder so extrem ausschwingen, wie es der risikofreudige Komponist wollte.
Johannes Saltzwedel, KulturSpiegel 17.8.2010
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Mendelssohn: Konzert für Violine und Klavier
Die Zeit atmet durch
Wer auf Schumann steht, dem ist Mendelssohn manchmal zu distanziert, zu unterkühlt. Dieses fein kultivierte Image - und manchmal stimmt's ja auch - ist ganz schnell vom Tisch, wenn der Geiger Rudens Turku mit dem Pianisten Oliver Schnyder die F-Dur-Sonate spielt. Mon dieu, da glühen die stählernen Saiten, da dringen schon die ersten suchenden Töne tief unter die Haut. Und im Adagio bleibt die wild gewordene Zeit endlich stehen und atmet durch in langen, verträumten Violinklängen. Fast vergisst man da das Filetstück der Scheibe: das Konzert für Geige, Klavier und Streichorchester. Eine noble, leidenschaftliche Mischung (Avie Record)! cig, Münchner Abendzeitung 14./15.8.2010
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| Robert Schumann: Klavierwerke,
mit Oliver Schnyder
Das Schumann-Gedenkjahr 2010 hat den Anlass gegeben für zahlreiche Neueinspielungen seiner Werke. Zu den Pianisten der jüngeren Generation, die sich mit Schumanns Werken vorstellen, gehört auch der 1973 geborene Schweizer Oliver Schnyder. In seiner Heimat gehört er, der u.a. bei Homero Francesch in Zürich und bei Leon Fleisher in Baltimore studiert hat, zu den Besten seines Fachs.
Schnyder hat eine attraktive Zusammenstellung von Werken aus unterschiedlichen Schaffensphasen Schumanns gewählt und bietet sie in einer glaubwürdigen und überzeugenden Interpretation an.
Ausgehend von einer vital klingenden Basis, vermag er sehr flexibel zwischen den verschiedenen Stimmungslagen der Musik umzuschalten. Sein untadeliges Handwerk setzt er facettenreich ein, wobei sein Spiel stets diesseitig wirkt, kraftvoll, aber überlegt. Dabei kann es durchaus nachdenklich und sanft sein, zärtlich oder humorvoll. Trotz aller unterschiedlicher Empfindungen - Schnyder schafft es, dass sich beim Hören eines so kleinteilig gegliederten Werks wie etwa der Davidsbündler Tänze am Ende ein geschlossenes Bild einstellt.
Beeindruckend ist in den langsamen, gesanglichen Teilen, wie er die von Leon Fleisher übernommene Methode realisiert, den festen Rhythmus so in Bruchteilen von Sekunden zu umspielen, dass eine Spannung entsteht. Dabei hütet sich Schnyder aber vor allzu romantisierenden Tempoverzögerungen und Floskeln.
Mit seinem Spiel vermittelt Oliver Schnyder Frische und Jugendlichkeit, und die gute Aufnahmetechnik trägt das ihre zum positiven Gesamteindruck bei. Eine CD, die man gern von Anfang bis Ende durchhört.
Cornelia Schönberg, kulturradio rbb, 27.7.2010
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| Neue CDs - 19.06.2010
"Auch mit dieser neuen Einspielung zieht der Schweizer Pianist Zuhörer wieder tief in seinen Bann, lässt teilhaben am genialen, romantischen, rätselhaften, zerrissenen, widersprüchlichen Charakter Robert Schumanns (geb. 8. Juni 1810 in Zwickau, gest. 29. Juli 1856 in Endenich/Bonn), der in seinem kurzen Leben dennoch so viel musikalische Kreativität bewies. Davon bietet diese neue CD jetzt einen sehr berührend dargebotenen, repräsentativen Ausschnitt des genialen Klavier-Romantikers: Oliver Schnyder schlägt den Bogen von den 'ABEGG-Variationen' Op. 1 (1829/30), zu den 18 Motiven der 'Davidsbündlertänze' (1837), die musikalischen Dialoge zwischen 'Florestan' und 'Eusebius' (Phantasiefiguren aus Schumanns Leipziger 'Davidsbündler'-Zeit, 1833 - 1840), jenem reich illustrierten Werk, das von vitalem Humor und virtuos-genialer Gestaltungskraft geradezu strotzt - meisterhaft interpretiert von Oliver Schnyder - weiter über die zauberhaft leichte, zarte 'Arabeske' Op. 18, um sodann mit 'Gesänge der Frühe' Op. 133 (1853) - selten eingespielt - die melancholische, depressive, zerrissene, von Aengsten begleitete Seite des Komponisten zu beschreiben, schliesslich bis zum letzten abgeschlossenen Werk 'Geistervatiationen' (1854), mit denen Schumann den von Krankheit und Verwirrung gekennzeichneten Schlusspunkt seines Lebens markiert. Waren es zu Lebzeiten (auch) fehlendes Verständnis und mangelde Akzeptanz seiner Kompositionen, die Schumann (ver)zweifeln liessen, im Wechsel mit wieder aufkeimender Hoffnung, notierte er 1831 in seinem Tagebuch '... heute erschein ich zum erstenmal in der grossen Welt mit den Variationen! Möge dies ein Abschnitt seyn an Kraft u. innerer Besserung.', hin und her gerissen, zwischen Bangen und Hoffnung, immer wieder zweifelnd geprägt von Krankheiten, er klagte über Abspannung Nervenschwäche, Angstzustände, Schwindelanfälle und wurde schiesslich schwermütig. Robert Schumann war (manisch-depressiv) krank bis an sein Lebensende (1856). Schumannsche Klavier-Romantik von lyrisch bis ungestüm - innig, charaktervoll, poetisch - von Oliver Schnyder sehr einfühlsam interpretiert!" Tenor, Amazon
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| Neue CDs - 06.07.2010,
Oliver Schnyder spielt Schumann
Robert Schumann: ABEGG-Variationen, Geistervariationen, Gesänge aus der Frühe, Davidbündlertänze
Oliver Schnyder, Klavier
Vorgestellt von Chantal Nastasi, Norddeutscher Rundfunk, Kultur
"In den Printmedien feiert man Oliver Schnyder als 'Schweizer Klavierpoeten' oder 'Tastenlöwen aus der Schweiz'. Bei seinen Konzerten in Norddeutschland allerdings hat man ihn bisher vor allem als aufmerksamen Kammermusikpartner erlebt, beispielsweise an der Seite von Julia Fischer oder Veronika Eberle, weniger allerdings als Solisten. Doch er ist tatsächlich beides: sanfter Poet und stürmischer Tastenlöwe. Auf seiner neuen Solo-CD spielt er frühe und späte Klavierwerke von Schumann.
'Von Geistern umgeben'
Zwischen den ABEGG-Variationen Opus 1, entstanden im Jahr 1832, und den Geister-Variationen aus dem Jahr 1854 liegt ein ganzes Komponistenleben. Mit Anfang 20 erst schrieb Schumann sein Opus 1. Denn nach einer Sehnenscheidenentzündung wurde ihm die Pianistenlaufbahn unmöglich und er widmete sich verstärkt dem Komponieren. Sein letztes Werk vollendete er allerdings bereits mit 44 Jahren. Nach den Geistervariationen ließ sich Schumann in eine Nervenheilanstalt einweisen, wo er zwei Jahre später auch starb.
Während der Arbeit an den Geistervariationen, so notierte es Schumanns Frau Clara in ihrem Tagebuch, wähnte er sich 'von Geistern umgeben', die ihm teils 'wundervolle', teils 'grässliche' Musik darboten, ihm 'herrlichste Offenbarungen versprachen, ihn aber auch in die Hölle zu werfen' drohten.
Schlichte Gestaltung
Schumanns Zerrissenheit, sein Ringen um die Balance zwischen Gefühl und Verstand und die oft ineinander verknoteten musikalischen Gedankengänge prägen nicht nur seine späten Kompositionen. Auch aus seinen frühen Werken wie den Davidsbündlertänzen spricht bereits seine Zwiegespaltenheit. 'Bereits an der Schwelle von Dies-und Jenseits stehen die Gesänge der Frühe', sagt Schnyder. 'Rätselhafte Klänge erzählen von Todeskampf, vom Sterben, von Licht am Ende des Tunnels - eine in Musik verpackte Nahtoderfahrung sozusagen.'
Schnyder beleuchtet die Tiefgründigkeit von Schumanns Musik bis ins kleinste Detail. Er verzichtet auf überladene Expressivität und erreicht mit leisen Tönen, Transparenz und schlichter Gestaltung oft die größere Wirkung. Doch auch im Dramatischen, in der lautstark sich aufbäumenden Verzweiflung ist Schnyders Spiel stets klangvoll und ausbalanciert. Ein feinsinniges und sehr fein gezeichnetes Porträt Schumanns ist ihm gelungen; eine Einspielung im Rahmen dieses Schumann-Jahres, die keine Wünsche offen lässt."
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DIAPASON juin 2010
"Si plusieurs enregistrements sont récemment venus rappeler l'intérèt de la Sonate pour violon en fa majeur (1838), le Concerto pour violon et piano (1823) n'a pas connu la même vogue malgré l'interprétation renversante de Gidon Kremer et Martha Argerich, en 1988 (DG). Dans cette page de jeunesse, d'une virtuosité anxieuse et volubile, les nouveaux venus optent pour une approche moins extravertie. Le violon de Rudens Turku est assuré, brillant, tout en conservant une sonorité assez amène. Le contraste qu'il offre avec le piano plus rond et fluide d'Oliver Schnyder participe à la séduction de leur lecture, d'autant que leur dialogue est savamment équilibré. Rien à redire à l'accompagnement de la Capella Istropolitana, précise et enthousiaste.
De la sonate, il existe déjà plusieurs versions intéressantes, notamment celle d'Anne-Sophie Mutter et André Previn, très lyrique (DG), ou celle, plus dépouillée et plus nerveuse, de Dmitri Makhtin avec Boris Berezovsky (Warner). Turku et Schnyder rivalisent avec leurs aîe;nés, et livrent pour ainsi dire une synthèse de leurs qualités respectives, en se montrant à la fois tendres et volontaires. 5 diapason" - Jérôme Bastianelli
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Schweizer Radio DRS 2 aktuell: CD-Tipp:
"Oliver Schnyder spielt Schumann. Am Anfang die Liebe, am Schluss der Wahnsinn. Dazwischen eine genial verrückte Fantasie neben bescheiden schlichten Monologen. Das klingt - ich gebe es zu - ziemlich melodramatisch. Aber ganz daneben ist es auch nicht. Kaum eine Klaviermusik spiegelt das Leben ihres Komponisten so deutlich, wie diejenige Robert Schumanns. Die Abegg-Variationen op. 1 spiegeln Schumanns erste Liebe, die Davidsbündlertänze das Gedankenspiel einer phantastischen Parallelwelt, die Gesänge der Frühe sprechen von der Hoffnung auf ein schlicht-unbeschwertes Leben, und die Geistervariationen sind Schumanns letztes abgeschlossenes Werk, bevor er sich freiwillig in eine Anstalt für Geisteskranke begibt. Dieses Lebensbild in Tönen findet sich auf der neuen CD des Pianisten Oliver Schnyder. Ein schöner Beitrag aus der Schweiz zum Schumann-Jahr."
Roland Wächter
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"... wichtiger als oft angenommen
Gleich zwei interessante Schumann-Einspielungen bringt Sony rechtzeitig zum Geburtstag auf den Markt. Und beide halten echte und erneute Entdeckungen bereit. Vor allem, was das Spätwerk von Robert Schumann angeht, wird das Bild des Romantikers um wichtige Aspekte ergänzt.
Oliver Schnyder, der Schweizer Pianist, der seine Karriere vor allem in den USA vorantreibt, hat sich Schumann am Anfang und am Ende seines nicht wirklich langen Komponistenlebens vorgenommen.
Und kontrastiert da beispielsweise die Abegg-Variationen von 1832 mit den Geistervariationen von 1854. Oft hat man Schumann ja ein Nachlassen der schöpferischen Kräfte am Ende seines Lebens wegen seines zunehmenden Nervenleidens attestiert. Die CD von Oliver Schnyder sagt etwas anderes: Die Stimmung ist in der Tat eine gänzlich andere, pianistisch spritzig in den Abegg- und schon erdenferner Engelsmusik gleich die Geistervariationen. Der späte Schumann ist schlichter, aber keinesfalls müde.
Auch in den wunderbaren späten Gesängen der Frühe, die auf der CD die Davidsbündlertänze des jungen Schumann ablösen, ist er nicht schöpferisch nachlassend, sondern einfach in einer anderen, rätselhaften Sphäre.
Wertvolles Spätwerk
Unter Oliver Schnyders Händen fallen die späten Stücke keinesfalls ab, sie haben schlicht einen transzendentalen Gestus.
Und da unterscheidet sich Schumann nicht von Romantikern wie Liszt, die auch ohne psychische Krankheit zu rätselhafter Kargheit und neuer Suche übergegangen sind. Schnyders früher und später Schumann sind lohnender Hörgenuss, zumal dieser Pianist den jugendlichen Schumann frisch, aber nicht vordergründig brillant, den späten nicht grüblerisch, sondern luzide und elegant spielt...".
St. Galler Tagblatt, 8. Juni 2010
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"Eine kleine Umnachtungsmusik
(irr) Als bedauernswert gilt, wer dem Wahnsinn anheimfällt. Als Heroe dagegen manches Künstler-Genie mit dem gleichen Schicksal. Ein Nimbus umgibt diese Umnachteten: In Gefilde scheinen sie gedrungen, die Normalsterbliche nie erschauen.
Auch im Fall Schumanns besitzt dieser Irrsinn Charisma. Und das mögen auch jene Musikfreunde nachvollziehen, die von einer romantischen Psychologie nichts halten. Sie haben schon etwas Geisterhaftes, diese "Geistervariationen", die der Deutsche als letztes Werk vollendete. Von "Engeln" will er die choralartige Melodie empfangen haben, die sich viel Raum für ihre Schlichtheit nimmt. Über schwummrigen Dissonanzen singt sie zuletzt einer Verklärung entgegen.
Berührend anzuhören ist das beim Schweizer Pianisten Oliver Schnyder. Im durchsichtigen Klangbild erzeugt er einen rhythmischen Fluss, über dem die Melodie schier abhebt.
Nuanciert gestaltet Schnyder aber auch Tummelplätze der Virtuosität: Gestaltungskraft, ein warmer Klang und sorgsam dosierte Emotionalität machen seine Interpretationen früher Schumann-Werke zu einem Hörvergnügen." Wiener Zeitung, 17.6.2010
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"Aargauer Zeitung, 18.6.2010
"Stammelnder Triumph
Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder ist in Fahrt. Bei den Migros Classics zoger im Mai durch die Konzertsäle der Schweiz, im Sommer spielt er am Lucerne Festival und auf CDliegen neben einer Schumann-Solo-CD zwei spannende Aufnahmen vor, die er mit dem Geiger Rudens Turku eingespielthat. Die erste versammelt Kammermusik-Bijous, die zweite eine Sonate und ein Konzert für Geige und Klavier von FelixMendelssohn. Turku ist ein albanischer Geiger, der aus der Schule der legendären Pädagogin Ana Chumanchenco entstammt.Ein Künstler, der mit einem unheimlich lebendigen, geheimnisvollen Geigenton überrascht, der Extreme inklanglicher wie in interpretatorischer Hinsicht nicht scheut. Ein Geiger auch, der für Schnyder eine Herausforderung gewesensein muss: Schnyder nimmt sie hörbar an, geht auch an Grenzen (2. Satz der Grieg-Sonate): seufzt, stammelt - und triumphiert alsbald. ✩✩✩✩✩/✩✩✩✩✩" CHRISTIAN BERZINS
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"FonoForum 07/10
"Umso überraschter ist man über die bemerkenswert verständige Interaktion beider Musiker nicht nur bei dem weit dimensionierten, vor Spritzigkeit aber geradezu berstenden Doppelkonzert d-Moll, sondern vor allem auch bei der vergleichsweise spät entstandenen und noch später von Yehudi Menuhin aus dem Nachlass herausgegebenen Sonate F-Dur. Turkus Geigenton ist dabei im Allegro kraftvoll, ohne süffig zu sein, im Adagio aber auch lyrisch, ohne sentimental zu wirken. Ihm haftet vor allem etwas lustvoll Musikantisches an, das man so nicht alle Tage hört. Schnyder ist als Partner eine gleichwertige Wahl, die Cappella Istropolitana niveauvoller Begleiter."
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"YouTube trauert, der Hörer freut sich
Wahnsinn überschattete sein leben. Trotzdem ist Robert Schumanns 200. Geburtstag ein Tag zum Jubeln, wie CDs mit seiner Musik zeigen.
Warum bejubeln wir die Geburtstage normaler Komponisten, beginnen bei Robert Schumanns 200. Geburtstag aber sanft zu weinen und ernst in dunkle Gedanken zu versinken? Bezeichnend für dieses Kuriosum ist ein Video auf YouTube, das eine CD des Schweizer Pianisten Oliver Schnyder ankündigt: Als wäre eben eine Klavierlegende gestorben, fährt die Kamera über eine vertrocknete Blume, dunkelsanfte Klänge stimmen melancholisch.
Ein Schweizer Schumann
Gespielt werden sie von Schnyder bravourös: intim ausgehorcht, ohne falschen Virtuosenzauber. Die Musik Schumanns scheint dem das Leben in abgesteckten Freiräumen geniessenden Schweizer Pianisten am Herz zu liegen. Und Schnyder spielt ein überaus interessantes Programm: Es schlägt einen Bogen von Schumanns erstem zu seinem letzten Werk - die CD ist also sowohl für Schumann-Neulinge wie für Kenner überaus spannend." Christian Berzins, Neue Luzerner Zeitung, 8.6.2010
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Aargauer Zeitung
"RCA lässt Schnyder ein überaus interessantes Programm spielen: Es schlägt einen Bogen von Schumanns erstem zu
seinem letzten Werk - die CD ist also sowohl für Schumann-Neulinge wie für Schumann-Kenner überaus spannend...Gespielt
werden sie von Schnyder bravourös: intim ausgehorcht, ohne falschen Virtuosenzauber. Die Musik Schumanns scheint
unserem (...) Schweizer Pianisten am Herzen zu liegen." 8. 6. 2010, Christian Berzins
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Sonntag
"Chopin 2010: Und was machen die Jungen?
Zum Jubiläumlocken die Legenden:Dass MarthaArgerich aussergewöhnlichspielt,wissen alle, dassFriedrich Guldaeinst Chopin spielte,vielleicht nicht.Unerreicht bleibenMaurizio Pollini(*1942) und Krystian Zimerman (*1956)(DG). Und die Jungen? Rafal Blechacz(*1985) führt sie an, «singt» Chopin (DG)mit einer unglaublichen Klarheit. Nichtganz unähnlich ist ihm Simon Trpceski(*1979) bei EMI, dessen Spiel an Schlichtheitkaum zu überbieten ist. Der ChineseYundi Li (*1982) hatte wohl das Pech, alszweiter Lang Lang zu gelten. Seine CDssind erstaunlich, doch die DG hat ihn fallenlassen, EMI nahm ihn als Yundi auf.Dort sorgt auch Alexandre Tharaud(1968) für Aufsehen. Evgeny Kissins(*1971) Kunst ist so ausgereift, dass manihn fast schon einen Altstar nennen will(RCA). Und der Schweizer Oliver Schnyder(*1973) hat 2007 bei telos gezeigt,dass man vor den berühmten Werken keineEhrfurcht haben muss." (BEZ), 2010, February 21st
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"diapason découverte
Mieux qu'un débutant: un fils des Muses, Lauréat du Concours Reine Sonia d'Oslo en 2005, ténor mozartien en troupe à Francfort, Daniel Behle vient de chanter Tamino à Aix sous la direction de René Jacobs, qui l'avait déjà choisi pour Evangéliste dans la Brockes-Passion de Telemann (HM). Ce disque de lieder au programme singulier respire la distinction, la nuance, la fluidité du style, et révèle une sensibilité d'artiste. Juvénile, de texture légère, maitresse de la ligne comme de l'accent, la voix évoque parfois Kurt Equiluz, avec plus de naturel mais non moins de pertinence expressive. Behle fait manifestement partie de ces chanteurs éloquents et délicats dont on pourrait dire que la parol est ailée, d'une économie poétique parfaite dans le lied. Son partenaire au piano, très présent, attentif au timbre comme à la rigeur de la pulsation, entretient avec lui un dialogue sans trêve. Après une poignée de Schubert et Beethoven, superbement portés, l'interprétation des Grieg touche au plus juste, familière, immédiate, secrète pourtant. Chef-d'oevre si rarement donné, les Holderlin-Fragmente de Britten constituent le sommet du disque, par la sûreté du dessin et du ton, par une gravité sans emphase, cultivant le mystère fragile aux confins du silence: Socrates und Alcibiades ou Die Linien des Lebens, captivent, mais plus encore Hälfte des Lebens, étrangement voisin du Tour d'écrou. Découverte enfin avec les lieder de Manfred Trojahn (né en 1949), tout récemment créés et dont Daniel Behle est le dédicataire. Plus enclin aux lieder avec orchestre (Schatten von Kähnen par exemple), Trojahn exhale, dans des poèmes de Goethe déjà touchés par Schubert, une musique pénétrante et subtile, dont les interprètes servent la science des suspensions. An die Entfernte fascine par sa feinte immobilité, tandis que Am Flusse se raréfie jusqu'à l'effacement. Un disque extraordinaire, dont l'écoute répétée n'altère pas le charme." (JeanPhilippe Grosperrin)
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"Eine Offenbarung" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Juli 2009)
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"Ein Gesamtkunstwerk
Mit Schuberts "Musensohn", sonst eher einem Schlussstück,
eröffnet der Tenor seine Debüt-CD - und überzeugt auf Anhieb. Lyrisch
emfondsam, rein und wunderbar wendig strahlt diese junge Stimme; an
Beethoven, Grieg, Brittens "Hölderlin-Fragmenten" sowie vier Liedern von
Manfred Trojahn zeigt Behle sein Stilkönnen. Oliver Schnyders vorbildliche
Begleitung macht das Album zu einem Gesamtkunstwerk." (Kulturspiegel, Juni 2009)
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"Hochrangig
Ein junger, aufstrebender Tenor, dessen Name wohl auch in Zukunft aufmerken
lassen dürfte: Daniel Behle. Der geborene Hamburger ist Ensemblemitglied an
der Frankfurter Oper und wird demnächst den Tamino unter René Jacobs für CD
aufnehmen. Eine Rolle, die zu seiner hellen, eher lyrischen, aber auch zur
heldischen Attacke fähigen Stimme genau passen dürfte - so zumindest der
Eindruck, den er auf seiner Debütaufnahme hinterlässt. Drei Schubert-Lieder
eröffnen das interessant zusammengestellte Programm...
Behles Stimme bringt alles mit, was ihn als Liedersänger prädestiniert: eine
klare Tongebung, ein angenehmes Timbre, gestalterische Klugheit, ein
wunderbares Piano, tragfähiges Forte. Behle als Poet - das kann man vor
allem in den sechs Liedern op. 48 von Edvard Grieg erleben; bereits im
Eingangs-"Gruss" setzt er seine vokalen Ausdrucksmittel überzeugend ein. Die
ruhigen Schlafmomente in ""Dereinst" vermittelt er mit einer spannungsvollen
Entrücktheit , der Intervallsprung bei "schöner Traum" im Schlusslied
gelingt geschmeidig , sinnlich. Auch in Brittens "Hölderlin-Fragmenten" und
den vier ausgewählten Liedern von Manfred Trojahn beweist Behle seine
Qualitäten.
Man darf sich wünschen, dass man ihm Gelegenheit gibt, einmal Zyklen wie
"Müllerin" oder "Dichterliebe" aufzunehmen. Dann sollte er wieder auf Oliver
Schnyder zurückgreifen, einen wachen, anschlagsfeinen Pianisten, der alle
Ausdruckswechsel mühelos in Einheit mit dem Sänger meistert. Auch klanglich
wird diese Produktion dem Anspruch einer hochrangigen Debüt-CD vollauf
gerecht." (FONO FORUM, September 2009)
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FonoForum Juli 2009
"...da hört man nachdenkliches, auf vordergründigen Glanz verzichtendes Klavierspiel in satten Farben, das eine alte Weisheit bestätigt: Dur kann bei Mozart so traurig sein wie schwärzestes Moll."
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Klassik heute vom 15.6.2009
"'Mozart-Kontraste' überschreibt der Schweizer Pianist Oliver Schnyder seine Doppel-CD. Vordergründig ist damit auf die Tonarten angespielt: drei Klavierkonzerten in Dur stehen auf der zweiten CD sechs Klaviersolowerke in Moll gegenüber. Aber natürlich will sich Schnyder nicht mit solch simpler Konfrontation zufrieden geben. Er zielt gewissermassen auf die beiden Seelen in Mozarts Musikerbrust. Die eine, in den Konzerten, ist nach aussen gerichtet, hin zur Verständlichkeit, 'angenehm in die Ohren' (Mozart) und damit zur Gunst eines grösseren Publikums. Die andere, in den Solostücken, lässt ins Innere des Komponisten blicken, in seine subjektive Empfindungswelt; fast noch deutlicher als in den Sonaten KV 310 und 457 tritt dies bei den bekenntnishaften Fantasien KV 397 und 475 hervor.
Allerdings geht Schnyder nicht so weit, sich gleich zwei verschiedene Interpretationsmasken überzustülpen. Er behält seine luzide und bei aller eleganten Geläufigkeit leicht verhangene Interpretationsart auf beiden Seiten bei. Das heisst: auch in den Konzerten wirkt die Dramatik eher unterspielt, bei aller akzeptierter Brillanz ohne auftrumpfende Gestik; anderseits wird in den solistischen Moll-Kreationen die melancholische Attitüde keineswegs forciert - erstrebt wird Klarheit ohne Sfumato, immerhin mit sanft romantischer (Vor-)Ahnung. Der Pianist streicht hier das Nachdenkliche diskret heraus. Dennoch hätte man sich, insgesamt, doch ein bisschen mehr an gestalterischen Kontrasten gewünscht; Schnyder dagegen schwebte so etwas wie höhere Einheit vor.
Folglich, und das ist nichts als logisch, zeigt er sich - in den Konzerten - echter Dialogbereitschaft fähig. Das ist konzertante Kammermusik und im übrigen kein Zufall. Denn die Camerata Bern, die neuerdings vom langjährigen Harnoncourt-Weggenossen Erich Höbarth am ersten Geigenpult geführt wird, tritt bloss mit 14 Musikern an: Garantie für ein konsequent flexibles Miteinander. Schnyder/Höbarth wählten die vereinfachte Besetzung einzig für Streicher unter Verzicht auf Bläser - eine Alternative, die Mozart zugestanden hat: '...können auch a quattro producirt werden'. Während dies bei den Konzerten KV 414 und 415 gelegentlich anzutreffen ist, überrascht es beim späteren 'Krönungskonzert' KV 537 entschieden. Das ist eine durchaus repräsentative Musik sogar mit Pauken und Trompeten; Mozart, zu jener Zeit 1787 mit absteigendem Pianistenruhm, liess diese intime ad libitum-Version offenbar vor allem aus Gründen einer grösseren Verbreitung zu. Für uns Nachgeborene mag es eine interessante, freilich auch irritierende Erfahrung sein - ein Einblick in die kommerzielle Praxis von gestern eben."
Mario Gerteis (19.05.2009)
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Also das muss vorweg gesagt werden: E n d l i c h mal wieder ohne 'Pauken und Trompeten'! Genau s o hätte Mozart seine 'Konzerte für Klavier und Orchester' vermutlich am liebsten gehört, notierte er doch um 1788 bei Entstehen seines 'D-Dur-Konzert KV 537' selbst: "Brillant angenehm in die Ohren - Natürlich, ohne in das leere zu fallen." Als er das Stück erst ein Jahr später am Hof von Dresden vortragen konnte, war ihm vermutlich nicht bewußt, dass als er es wiederum ein Jahr später in Frankfurt im Rahmen der Feierlichkeiten zur Krönung Leopolds II erneut aufführte, was dem Werk den Beinamen 'Krönungskonzert' beitrug, von da an und in späterer Zeit erst sein Publikum gewann.
Mozart überließ es aus Gründen der 'Zugewandtheit zum Publikum' den Interpreten bzw. Orchesterleitern, die Bläser weg zu lassen und statt dessen das 'Solo-Klavier' nur mit Streichern zu begleiten, wie in der Aufnahme hier.
Spätestens jetzt mögen die geneigten Leser / Zuhörer ermessen, welcher tatsächlich perfekte 'Wohlklang' diesem Werk innewohnt - und wie ungemein sauber Oliver Schnyder diesem Anspruch gerecht wird! Erstes Fazit hierzu: Statt 'Pauken und Trompeten' gibt es hier feinsinnigstes, elegantes Spiel, das die eigentlich wirkliche Qualität des Werkes endlich mal wieder höchst genussvoll hervorzaubert.
Und weiter: Dieses Album 'krönt' Oliver Schnyders wunderschön einfühlsames Solo-Klavier mit u.a. 'Fantasie für Klavier d-Moll KV 397', dito 'c-Moll KV 475', dann die beiden 'Sonaten für Klavier a-Moll KV 310' und 'c-Moll KV 457' sowie das 'Rondo für Klavier a-Moll KV 511' und das 'Adagio für Klavier h-Moll KV 540', ganz sicher mit gleich großer Leidenschaft und Hingabe vom Solisten gespielt wie mit Bedacht ausgewählt. Zweites Fazit: Rundum sehr gelungen!
So klingt Mozart wirklich pur - abseits zahlreicher üblicher Einspielungen - sehr klug und weise von Oliver Schnyder und der 'Camerata Bern' unter deren Konzertmeister Erich Höbarth (Violine) perfekt präsentiert.
Mozart in 'Dur' oder in Moll' - das ist hier nicht die primäre Frage, auf gleich 2 CDs (für diesen Preis ein wahres Schnäppchen) gibt es Mozart 'pur und perfekt', brillanter für die Ohren geht nicht. Bravo!!! Jederzeit hätte ich gerne mehr von solch puristischem Wohlklang, von diesen klugen Interpreten.
Tenor, 9.1.2009
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"Ohne Titel
Von Christian Berzins
Wenn einer im aargauischen Möriken aufwächst und dann beim Weltkonzern Sony
zwei Mozart-CDs aufnimmt, ist das allerhand. Noch dazu, wenn dieser Pianist kein spinnertes Junggenie ist,
sondern ein 35-jähriges Wunder an Ausgeglichenheit. Nie gab es in Oliver Schnyders Werdegang einen Knaller,
nie einen Skandal: «Ich wäre der Alptraum jedes Imageberaters. Ich hatte Zeit, mir ein grosses Repertoire anzueignen
und als Mensch zu wachsen, quasi organisch mit den Erwartungen des Publikums. Ich habe ein reiches Leben.»
Haben wilde Bühnentiere Angst vor dem Gang ins Studio, ist er für Schnyder
ein Vergnügen: «Wichtig ist es, dass man alle künst-lerischen Entscheide in den Tagen vor der Aufnahme unumstösslich
gefällt hat. Was in meinem inneren Ohr klingt, deckt sich meistens mit dem, was ich umsetze. Mein Territorium für
die Interpretation ist, inklusive der Freiräume für Spontanes, genauestens abgesteckt.» Offen gesagt, wissen wir
nicht ganz, ob man über diesen Satz vor Schreck schreien oder vor Achtung staunen soll. Denn wer den
Schönheitssucher Schnyder auf der Bühne sieht, erkennt seine Gelöstheit, könnte daran aber auch verzweifeln, da ihn dieser Musikernicht mitreisst. Das will er auch gar nicht, weder sich selber noch seine Zuhörer: «Andere Musiker lassen sich auf
der Bühne von ihrem eigenen Spiel so stark mitreissen, dass sie leider von der Musik ablenken und so dem Publikum etwas
wegnehmen nämlich die ganz persönliche Hörerfahrung.» Andere zweifeln an ihrer Kunst, hinterfragen sich nach und vor jedem
Konzert. Schnyder hingegen glaubt, dass sein Spiel auf einem gültigen Niveau ist. «Bei allem, was ich spiele, habe ich
den Anspruch, dass es persönlich sein und gleichzeitig den Intentionen des Komponisten gerecht werden muss. Dabei
suche ich nicht krampfhaft nach etwas Neuem.» Erstaunlich, dass im weltweiten Klassikzirkus neben all den wilden
Schlagzeilenmachern solche Menschen auch noch Platz haben. Bleibt nur die Frage, welchen Titel man über ein
Schnyder-Porträt setzen soll.
Oliver Schnyder: Mozart. 2 CD. Sony BMG 2008"
Christian Berzins ist Musikkritiker der Mittellandzeitung.
Erschienen in der Jubiläumsausgabe der Weltwoche 47/08
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Kulturradio rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg
"Mozart - Contrasts" mit Oliver Schnyder, Klavier
Wer bei Mozarts Klavierwerken schnöde die Statistik bemüht, wird feststellen, dass die meisten Werke in Dur und nur vereinzelt Sonaten oder Fantasien in Moll geschrieben worden sind. Von der Musikwissenschaft ist das für die Haydn-Mozart-Zeit insgesamt festgestellt worden und die vermutlichen Ursachen dafür liegen wohl darin, dass man damals Gefühle wie Trauer, Furcht, Zorn oder Nachdenklichkeiten - sozusagen "Moll-Affekte" - eher mit sich selbst ausmachte, bzw. sich damit ins stille Kämmerlein zurückzog.
Oliver Schnyder, der junge Schweizer Pianist spürte diesem Zeitgeist nach und präsentiert mit einer Doppel-CD
Klavierwerke in Dur und Moll. Er wählte zudem die von Mozart autorisierten Fassungen für Klavier und Streichorchester. Dazu hat er mit der Camerata Bern unter dem Konzertmeister Erich Höbarth genau das Ensemble gefunden, das seinen Vorstellungen entsprach, ein der Alten Musik zugeneigtes. Schnyder hat sich dem geradezu passgenau angeglichen.
Mit den drei Klavierkonzerten in Dur und da einem eher sanften Anschlag bildet er eine wunderbare Einheit. Auf der 2. CD ist er ausschliesslich als Solist zu hören, er tritt uns u.a. mit Fantasien und Sonaten in Moll selbstbewusst und ausdrucksstark entgegen, alle Register eines virtuosen Pianisten ziehend und Mozarts Werke sensibel erfassend.
Bewertung: grossartig
24.10.2008, Angelika Lucchesi, Kulturradio
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Radio Stephansdom, Wien
"CD des Tages
Erich Höbarth steht nicht nur dem Concentus Musicus vor. Oliver Schnyder erinnert ein bisschen an Alfred Brendel und hat sich bei der Zusammenstellung der Doppel-CD einiges gedacht." 12.11.2008
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Schweizer Illustrierte Nr. 45, 3.11.2008
Neue CDs Klassik
"Kontraste sind Programm auf der Doppel-CD des Schweizer Pianisten Oliver Schnyder:
Mozart in Klavierkonzerten in Dur (begleitet von Camerata Bern) und in Solostücken
in Moll. Perlendes Spiel ohne Showeffekte, intelligente Gestaltung, Sinn
für Details und grosse Bögen sind Schnyders Qualität." Uli von Erlach
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KulturSpiegel 11/08
Neue CDs Klassik
"Ein Experiment: Drei Konzerte in Dur-Tonarten und alle Klavierwerke in Moll ergeben ein Wechselbad der Emotionen.
Wichtiger als dieses Konzept ist, dass der Pianist Oliver Schnyder einen bewundernswerten Anschlag hat und auch mit
der Camerata Bern frische Interpretationen liefert." Johannes Saltzwedel
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Amazon
"Mozartglück ohne Ende
Eine wunderschöne Doppel-CD des jungen Schweizer Pianisten Oliver Schnyder (der zurecht bereits mit dem legendären Edwin Fischer verglichen wird). Erst einmal ein tolles Konzept: Drei Klavierkonzerten in Dur werden auf einer zweiten CD sämtliche Solo-Klavierwerke Mozarts in Moll gegenüber gestellt. Mozarts Genie wird somit zweimal aus unterschiedlichen Perspektiven heraus beleuchtet. Schnyders Spiel ist völlig unprätentiös, aber zu jeder Zeit lebendig, feinfühlig, witzig und intelligent. So hätte Mozart wahrscheinlich gespielt, würde er heute leben... . Absolut empfehlenswert!" Lenski, Pirmasens
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Radiomagazin, Zürich, Oktober 2008
"CD-Tipp des Monats
"Wichtig ist es, dass man alle künstlerischen Entscheide in den Tagen vor der Aufnahme unumstösslich gefällt hat. Was in meinem inneren Ohr klingt, deckt sich meistens mit dem, was ich umsetze." Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder ist überzeugt von seiner Kunst - zu Recht: Auf zwei Mozart-CDs vereint er Solowerke, über der einen steht dunkles Moll, auf der anderen gibt es mozartheitere, also immer auch etwas seufzende Klavierkonzerte mit Streicherbegleitung."
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Coop Zeitung, 30.9.2008
"Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder ist einer der gefragtesten Musiker unseres Landes. "Mozart Contrasts" heisst sein neues Doppel-Album. Dabei stellt er drei überschäumenden Klavierkonzerten (KV 414, 415 und 537) die Moll-Kompositionen für Solo-Klavier entgegen. Ein gelungenes Experiment!"
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Zürichsee-Zeitung, Oktober 2008
"Lineare Klarheit - logischer Fluss"
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Der Bund, 1.10.2008
"Der Kontrasterpichte
"Mozart-Kontraste" nennt der Pianist Oliver Schnyder seine neue Doppel-CD, und das ist wörtlich zu verstehen. Die erste CD ist drei Konzerten Mozarts (KV 414, 415, 537) vorbehalten, die zweite Klavier-Solowerken mit Schwergewicht auf den Fantasien KV 397 und 475. Zudem stehen den Dur-Werken der ersten CD lauter Moll-Stücke auf der zweiten gegenüber. Eingängige Eleganz gegen subjektives Bekenntnis. Natürlich ist Schnyder genug wissender Künstler, um solche Gegensätze zwar zu pointieren, nicht aber zu forcieren. Lockerheit und Natürlichkeit bleiben stets gewahrt. Interessant zudem, dass die Konzerte in der intimeren Fassung einzig mit Streichern (Camerata Bern mit Erich Höbarth als Konzertmeister) gespielt werden, was vorab beim Krönungskonzert KV 537 überrascht." (RCA, 2 CDs)
Mario Gerteis
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Tages-Anzeiger, 15. September 2008
"Schnelle Finger, schneller Kopf
Man kann musikalische Werke chronologisch ordnen, nach Besetzung oder schlicht nach persönlichem Gusto. Der Schweizer Pianist Oliver Schnyder
hat für sein Mozart-Projekt nun noch eine weitere Variante getestet. Eine erste CD enthält drei Klavierkonzerte in Dur, die zweite Solowerke in
Moll. Das Resultat ist mehr als eine Spielerei: ein doppeltes Porträt eines Komponisten, der mehrere Gesichter hatte.
Mozarts Zeit war
eine Dur-Zeit. Das Publikum mochte brillante, zugängliche Werke, und der Komponist wusste es zu beglücken. Oliver Schnyder tut es auch. Mit
schnellen Fingern und ebenso schnellem Kopf, spielfreudig und mit oft gesanglichem Gestus interpretiert er die Konzerte KV 414, 415 und 537.
Die Camerata Bern mit Konzertmeister Erich Höbarth liefert die reine Streicherbegleitung dazu, die Mozart als verkaufsfördernde Alternative
vorgesehen hatte - und die vor allem im Krönungskonzert einen diskreteren Prunk ausstrahlt als mit den üblichen Pauken und Trompeten. Es passt
zu Schnyders Spiel, das nicht blenden will, sondern die Schatten in diesen Werken wahrnimmt: Auch die Dur-Werke haben schliesslich ihre
Moll-Seiten.
Umgekehrt gibt es auch in den Moll-Werken so manchen Dur-Einfall. Aber dass ihre Grundhaltung dennoch eine ganz andere ist,
führt Schnyder eindrücklich vor. Er betont die Subjektivität und den abgründigen Charakter von Fantasien und Sonaten, die sich im Vergleich zu den
Konzerten weniger um Zeitstil und Verkaufsargumente zu kümmern scheinen. Es ist eine persönliche Ausdruckswelt, in die man hier gerät - so sehr,
dass die lichteren Töne zwischendrin manchmal geradezu irritieren. Das hatte Schnyder schon auf seiner vor ein paar Monaten erschienenen Chopin-CD
vorgeführt: dass er sich ganz auf eine musikalische Sprache einzulassen versteht und mit einer klugen Zusammenstellung der Werke die Haltung seiner
Interpretationen unterstreichen kann. Hier, bei Mozart, gelingt das in Dur und Moll gleichermassen."
Oliver Schnyder: Mozart-Contrast (RCA Red Seal, 2 CDs). Chopin Recital (Telos Music) Susanne Kübler
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SonntagsZeitung, 14. September 2008
"Mozart mal in Moll
Oliver Schnyder spielt seltene Klaviersonaten
Nachts, wenn die Wünsche wuchern und die inneren Kontrollämpchen abgedimmt werden, kann auch der Mozart-Spieler Oliver Schnyder plötzlich feierlich und vertraulich werden. Mozart fängt an zu funkeln. Na dann: gute Nacht. Fast erstmals seit dem Ahnherrn der Schweizer Gross-Pianisten, Edwin Fischer, zieht jetzt ein Schweizer Tastenkünstler wieder die Mozart-Karte. Oliver Schnyder, ein Schüler von Leon Fleisher und Homero Francesch, klingt in Dur chansonhaft leicht. In Moll kommt der Drache aus ihm heraus. Dabei hat Mozart sehr wenige Moll-Stücke komponiert. Seine Zeit liebte es klarer, heller und rationaler. Daher gab er dem Publikum lieber Dur-Kost zu naschen. Die einzigen beiden Moll-Sonaten stellt jetzt der 35-jährige Schnyder sehr originell den drei populär-heiteren Klavierkonzerten gegenüber - in der autorisierten Streicherfassung, mit welcher der Komponist Absatz und Aufführung seiner Werke steigern wollte. Schön, dass mit dieser Aufnahme endlich mal wieder ein Schweizer Pianist bei einer grossen Plattenfirma zum Zuge kommt. Die Schweiz ist ja seit jeher Wohnort bedeutender Pianisten (von Vladimir Ashkenazy bis Krystian Zimerman). Deshalb wohl auch das richtige Land, um die mondsüchtige Seite Mozarts zu entdecken.
MEISTERHAFT - OLIVER SCHNYDER "Mozart Contrasts" (RCA, 2 CDs)" Kai Luehrs-Kaiser
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Aargauer Zeitung, 9.9.2008
"Ein entschlackter Mozart
KLASSIK
Oliver Schnyder ist im ersten Konzert der Saison 08/09 des Aargauer Symphonie-Orchesters Solist. Passend erscheint die neue CD.
Werner Pfister
Mehr und mehr kommt die Karriere des jungen Schweizer Pianisten Oliver Schnyder in Gang, und das weltweit mit Auftritten in den Musikmetropolen Europas, in Nord- und Südamerika, in Japan und China - und nächste Woche mit dem Aargauer Symphonie-Orchester. Nun hat er auch eine neue CD-Einspielung vorgelegt, ausschliesslich mit Werken von Mozart. «Kontraste» nennt sie sich; und fast erinnert das an die sprichwörtlichen zwei Seiten einer Medaille, denn in der Tat sind es zwei CDs, eine mit drei Klavierkonzerten, die andere mit Sonaten und kleineren Solowerken.
Doch noch auf weitere Kontraste setzt diese Einspielung - nämlich auf die Konfrontation von Dur und Moll. Drei Klavierkonzerten in Dur-Tonarten (KV 414, KV 415 und KV 537) stellt Schnyder (fast) Mozarts gesamtes Soloklavierwerk in Moll-Tonarten gegenüber. Dur oder Moll, so lautet die Frage, welcher Mozart ist der «richtige» Mozart? Sicher ist: Die Wahl der Tonart spielte bei Mozart eine eminente Rolle. Er schrieb nur wenige Werke in Moll. Von den insgesamt 27 Klavierkonzerten stehen gerade mal zwei in Moll, von den 18 Klaviersonaten ebenfalls nur zwei.
Noch auf einen weiteren Zusammenhang wird im begleitenden Textheft verwiesen. Dur wird dort mit dem Blick des Komponisten auf das Publikum in Zusammenhang gebracht, Moll mit dem Blick in sein Inneres. Ob man das so radikal auftrennen kann? Sicher ist, dass Mozart auch in so genannt «fröhlichen» Dur-Tonarten melancholische Musik schreiben konnte. Und umgekehrt ist seine Heiterkeit nie von jener bodenständigen, fast rustikalen Art wie bei Haydn oder Beethoven.
SO ODER SO, Oliver Schnyder verfügt als Mozart-Interpret hüben und drüben - in Dur und in Moll - über eine reichhaltige Ausdruckspalette. Das spielerische Laufwerk geht ihm leicht von der Hand; die Töne perlen, aber nie auf Kosten der Untertöne. Schnyder fügt nie mit viel Pedal «Stimmung» hinzu, sondern er lässt diese entstehen, dem inneren Gesetz der Musik folgend. Immer wieder fällt die lineare Klarheit auf, die seinem Spiel einen logischen musikalischen Fluss gibt.
Genau das macht Schnyders Mozart interessant, diese gleichsam vertikal-emotionale Dimension, die übrigens in den Solowerken noch stärker ins Gewicht fällt als in den Klavierkonzerten. Das wiederum mag damit zusammenhängen, dass Schnyder sich, vielleicht auch im Hinblick auf die zahlreichen Konkurrenzeinspielungen, entschieden hat, diese Konzerte ausschliesslich mit einem Streichorchester - mit der hervorragenden Camerata Bern unter Erich Höbarth - einzuspielen. Das ist im Fall der beiden Konzerte KV 414 und KV 415 durchaus authentisch. Beim grossflächigen «Krönungskonzert» KV 537 (original mit einer Flöte sowie je zwei Oboen, Fagotten, Hörnern und Trompeten besetzt) fehlten doch ein bisschen die Klangfarben all dieser Bläser. Mozart verschlankt aufs Wesentliche - ob dabei nicht doch auch Wesentliches verloren geht?"
CD Mozart: Klavierkonzerte und Moll-Werke. Oliver Schnyder (Klavier), Camerata Bern. RCA/Sony BMG 2008 (2 CDs). Schnyder mit dem ASO 14. 9. Aarau, 15. 9. Tonhalle Zürich, 16. 9. Aarau, 17. 9. Baden (Schnyder spielt Beethovens 4. Klavierkonzert).
© Aargauer Zeitung | Ausgabe vom 09.09.2008
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Schweizer Musikzeitung, September 2008
"Bouquet de louanges pour des pétales de roses
Un récital chant et piano plein de superbes découvertes, un disque rare comme on les aime...
Le mezzo Judith Schmid et le pianiste Oliver Schnyder nous mettent en bouche avec un
Lied de Edvard Grieg, nous rappelant à quel point ces compositions mériteraient d'être
plus souvent chantées. Le plat de résistance est une création de David Philip Hefti,
né en 1975. 15 Lieder de haute voltige, présentés en création, qui ont déjà obtenu
les plus haute distinctions dont le premier prix du concours de composition de l'Université
de Bucarest. Du chant pur au parlé, du chuchotement à la voix éraillée, du suraigu au
sous-grave, la voix est utilisée dans tous ses retranchements, de même que le piano
(pizzicati, cordes étouffées par la paume, voix - le pianist doit aussi parler -,
caresses sur les cordes, percussions...). Rien à voir toutefois avec un catalogue
d'effets, puisque ces sons inouïs sont toujours employés à des fins expressives.
Cela demande des interprètes non seulement une technique irréprochables, mais un
investissement incroyable tant la partition est "physique". La voix éminemment sensuelle
de Judith Schmid s'épanouit à nouveau dans des Lieder de Grieg qui entourent les
merveilleuses Histoires naturelles de Ravel. Celles-ci sont restituées avec toute
la finesse et l'humour subtil qui convient. Le cas est suffisamment rare pour le signaler:
les textes de Jules Renard sont absolument intelligibles, une belle leçon de diction et de
parfaite projections!"
(Thierry Dagon)
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FONO FORUM 06/08
"Einladend
'Best of'-Sammlungen wie diese sind ja für gewöhnlich Zweit- oder Drittauswertungen
aus altbekannten, oft schon vom Zahn der Zeit angenagten Aufnahmen berühmter Chopin-Spieler.
Nicht so diese CD: Sie wurde neu produziert, profitiert von der brillant repräsentativen Akustik
des Zürcher Sendesaals und bietet eine attraktiv gemixte, dabei tonartlich verkettete Werkauswahl.
Oliver Schnyder stellt sich vorteilhaft als Chopin-Spieler vor. Der 34-jährige Schweizer spielt eher
konzertant-virtuos als lyrisch-intensiv, wirft sich mit dem Schwung des jungen Könners in die Musik,
ohne je über Einzelheiten hinwegzuspielen. Hörenswert. (Musik ****, Klang *****)" (Ingo Harden)
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Aargauer Zeitung, 19. Februar 2008
"SCHNYDER SPIELT CHOPIN
Mit seinem Chopin-Rezital auf CD offenbart Oliver Schnyder eine ganz persönliche Beziehung
zu diesem unergründlichen Komponisten. Besondere Aufmerksamkeit verdient allein schon die
klug durchdachte Zusammenstellung der 15 Stücke, die weit über das tonartliche Gefüge
hinausgeht. Einzelne Etüden wechseln mit Stimmungsstücken, und der dramaturgische Aufbau
macht das Fantasie-Impromptu in cis-Moll zum grandiosen Mittelpunkt. Die Agogik (Temposchwankungen),
bei Chopin ein viel diskutiertes Phänomen, hat Schnyder sensibel im Griff, Klarheit paart sich mit
kultiviertem Anschlag, kraftvolle Virtuosität mit feinsten agogischen Nuancen. Und der Schluss?
Die melancholische, mit herbem Touch gespielte a-Moll-Mazurka op. 17/4 - chopinscher gehts
nicht mehr". (SE)
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«Breathing, singing, leaping
Thanks to Oliver Schnyder's flair for French music, the Aargau Symphony Orchestra (ASO)
has found a partner with whom the results make one sit up and listen. Douglas Bostock has
been the director of ASO since 2001. He has achieved a mighty qualitative increase and a
transparency of a kind that does justice to the piano concertos of Camille Saint-Saëns.
With a Swiss orchestra, one cannot take so much airy elation and Parisian elegance for
granted as was achieved in the fast movements of these concertos. It was there, too,
in the sparkling waltz-caprice 'Wedding Cake' that is one of this composer's most
brilliant concert pieces. In the big climaxes of the G minor concerto, with its unusual
series of movements Andante-Allegro-Presto, the orchestra kept up well with the pianist,
who drew them onwards powerfully. In the Fifth Concerto, it veritably catches its breath
with the soloist, especially in the dance-like opening movement. The manner in which
Oliver Schnyder masters wide leaps and the simultaneous use of pianissimo and mezzoforte,
emerging time and again with a sleek melodiousness and a fiery virtuosity, leaves a
lasting impression.» (Musik & Theater, May 2005)
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«Classical highlight A mischievous wink of the eye
The piano concertos by Camille Saint-Saëns are rarely performed. It is all the more fascinating to hear how the young Swiss pianist Oliver Schnyder gets to grips with these complex scores, mastering the most difficult passages in virtuosic manner. The present CD offers Saint-Saëns' G minor Piano Concerto, the so-called 'Egyptian Concerto', and also, in the shape of the waltz-caprice 'Wedding Cake', a particular gem of French Romanticism. This humorous rarity is a daring, youthful firework in sound and seems to draw a mischievous wink from all the performers. We can all look forward to seeing how the career of this young Swiss pianist develops from here.» (André Scheurer in the Swiss Radio Magazine, 26 February 2005)
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«Enraptured Worlds:
Oliver Schnyder, a student of Homero Francesch and
Leon Fleisher, takes on the Third Sonata of Brahms, Mendelssohn's Variations sérieuses and Schubert's A Major
Sonata D644 in a tempestuous spirit of conquest and with expressive depth (art unity 2001). He then surprises
us with exemplary interpretations of Fauré that are noticeably individual. In the Frenchman's First Nocturne,
this young but full-blooded musician's crystalline clarity and barely perceptible rubato let him achieve a
rapture that makes you sit up and listen. One observes here an understanding of Fauré that is also reflected
in the sleek flow of two Impromptus, where elegance is paired with brilliant wit. In Debussy's Estampes, this
lightness of atmosphere is combined with an East-Asian, Spanish sense of colour. Then, in Mussorgsky's Pictures
at an Exhibition, Oliver Schnyder places his astonishing sense of touch and his masterly mature technique at
the service of a musical language that seeks realism, but ends by affirming Romanticism.» (Walter Labhart,
CD review in Musik & Theater, October 2003.)
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«Programmatic Recital
Oliver Schnyder here offers an impressive recital of pieces from the mainstream of German
Romanticism. He unfolds these works from the score outwards, without imposing upon them any
specific concept or philosophy from the outside. With him, the F Minor Sonata by Brahms,
despite its gravity, attains a certain lightness and magic, as if the sun were breaking
through the clouds. Schnyder's interpretations match the character of the music. Where
the music demands it (as, for example, in the Scherzo and Finale of the Brahms Sonata),
he can also become a real virtuoso. With a lightness of touch, he imparts the necessary
transparency to the classicistic traits in the Variations sérieuses by Mendelssohn. It
seems to me that Schnyder teases out a particular character trait in every work in the
course of his programme (such as the manner in which he repeatedly breaks through the
heaviness of the Brahms), which is thentaken for granted in the next work, so that
another traitcan be brought to the fore (such as the transparency and the lightness of
touch in the Mendelssohn). If this is the case, then Schubert's A Major Sonata seems
to have a dance-like quality, a 'lightness' that however verges on the abyss and is
anything but light, and which once more leads us back to Brahms.» (Christoph Winzeler.
CD Review in Musik & Theater, May 2002)
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«... . Seine Interpretation von
Camille Saint-Saëns' zweitem Klavierkonzert überzeugt auf allen Ebenen. Den
technischen Monstrositäten und Capricen dieser Partitur gerecht zu werden ist
das eine. Zusätzlich jedoch scheint der Pianist die Tastenakrobatik nicht ganz
ernst nehmen zu müssen. Mit einem Augenzwinkern fegt er am Schluss durch die
rasende Tarantella, reitet auf den Wogen der prickelnd aufschäumenden Musik und
erschliesst sie so erst richtig. Die Virtuosität dient nicht dem höheren Ruhm
des Pianisten, sie ist ein Rausch jubelnder Lebensfreude. Schnyder hat das
verstanden, er lässt die Korken knallen, und das Tonhalleorchester unter der
Leitung von Chefdirigent David Zinman prostet ihm vergnügt zu.» (Olivier Senn
im Tages-Anzeiger)
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«It's not easy for a Swiss to make his mark in the
narrow world of classical music. But the young pianist Oliver Schnyder is succeeding. His CD of French and
Russian music shows why he deserved all the international prizes he has won. The sheer beauty of sound is
striking; he isn't one to thunder away at the keyboard, but knows how to shape the music subtly and with
intelligence. From Debussy's Gardens in the Rain through to Mussorgsky's Pictures from an Exhibition, he
hits the right note. » (April 2003, Radio Magazine, CD Tip, Lislott Frei, radio producer of the Second
Programme of German Swiss Radio)
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«Whoever hears how this young Zurich pianist brings to life the f-minor Sonata by
Brahms, or how he breathes spirit into Mendelssohn and Schubert, will know . . .
that Schnyder belongs to the best pianists of his generation.» (Gregor Willmes in FACTS, 2002)
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